
Wenn Dein Speicherbedarf wächst, kann es schwieriger werden, Dateien zu verwalten und von einem zentralen Ort aus darauf zuzugreifen, wenn sie auf mehrere Geräte, Netzwerkfreigaben oder Cloud-Dienste verteilt sind. Alles auf ein einziges Speichersystem zu migrieren, ist nicht immer praktikabel – insbesondere dann, wenn Du bereits auf eine bestehende Infrastruktur angewiesen bist.
Nextcloud löst dieses Problem, indem es Dir ermöglicht, unterstützte externe Speicher direkt mit Deiner Instanz zu verbinden. So erhalten Benutzer zentralen Zugriff auf ihre Dateien, ohne dass diese an einen anderen Speicherort verschoben werden müssen.
In diesem Artikel erfährst Du, wie Du externen Speicher in Nextcloud einrichtest, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wie der Konfigurationsprozess abläuft, welche Best Practices Du beachten solltest und welche häufigen Probleme dabei auftreten können.
Um externen Speicher in Nextcloud einzurichten, aktiviere die App „External Storage Support“, erstelle einen Speicher-Mount, wähle ein unterstütztes Speicher-Backend aus und konfiguriere die erforderlichen Verbindungs- und Authentifizierungsdetails. Nachdem Du die Konfiguration gespeichert hast, überprüfe die Verbindung und weise die entsprechenden Benutzer- oder Gruppenberechtigungen zu, damit Benutzer sicher auf die Dateien zugreifen können, die auf dem externen Speichersystem gespeichert sind.

Externer Speicher ist eine Funktion von Nextcloud, mit der Du unterstützte Speichersysteme mit Deiner Nextcloud-Instanz verbinden kannst. Dadurch können Benutzer über dieselbe Weboberfläche, den Desktop-Client und die mobilen Apps auf externe Dateien zugreifen. Anstatt Dateien in das standardmäßige Datenverzeichnis von Nextcloud zu kopieren, erstellt Nextcloud einen Speicher-Mount, der direkten Zugriff auf die Daten des externen Speichers ermöglicht, während die Dateien an ihrem ursprünglichen Speicherort verbleiben.
Nextcloud unterstützt verschiedene externe Speicher-Backends, darunter:
Unabhängig vom verwendeten Speicher-Backend bleibt der grundlegende Einrichtungsprozess in Nextcloud weitgehend identisch. Lediglich die jeweiligen Verbindungsdetails unterscheiden sich je nach Speichertyp.
Bevor Du externen Speicher in Nextcloud konfigurierst, solltest Du sicherstellen, dass Deine Umgebung bereit ist. Wenn Du die folgenden Voraussetzungen im Voraus erfüllst, kannst Du häufige Verbindungsprobleme vermeiden und die Einrichtung reibungsloser durchführen.
Melde Dich mit einem Administratorkonto bei Deiner Nextcloud-Instanz an. Klicke oben rechts auf Dein Profilsymbol, öffne anschließend Administrationseinstellungen und wähle External storage aus. Dort kannst Du nach dem Aktivieren der App External Storage Support externe Speicher-Mounts erstellen, konfigurieren und verwalten.
Klicke auf Add storage und wähle anschließend das Speicher-Backend aus, das Du verbinden möchtest, z. B. Local Storage, SMB/CIFS, SFTP, WebDAV oder Amazon S3. Nextcloud zeigt anschließend die Konfigurationsfelder an, die für das ausgewählte Backend erforderlich sind.
Je nach ausgewähltem Speicher-Backend musst Du in der Regel Informationen wie die Serveradresse, den Remote-Pfad, die Portnummer oder den Bucket-Namen angeben.
Gib die erforderlichen Authentifizierungsinformationen für Dein Speicher-Backend ein, z. B. Benutzername und Passwort, einen SSH-Schlüssel, ein Access Token oder eine andere unterstützte Authentifizierungsmethode. Lege anschließend fest, wer auf den Speicher-Mount zugreifen darf, indem Du ihn bestimmten Benutzern oder Gruppen zuweist oder ihn für alle Benutzer verfügbar machst.
Eine korrekt konfigurierte Zugriffssteuerung stellt sicher, dass Benutzer nur die Speicherressourcen sehen, für die sie berechtigt sind.
Nachdem Du alle erforderlichen Informationen eingegeben hast, überprüft Nextcloud in der Regel die Verbindung und zeigt einen Statusindikator an. Je nach Speicher-Backend erfolgt die vollständige Validierung entweder direkt nach dem Speichern oder erst beim ersten Zugriff. Ein grünes Statussymbol oder ein ähnlicher Erfolgsindikator weist normalerweise auf eine erfolgreiche Verbindung hin. Falls ein Fehler angezeigt wird, überprüfe vor dem Speichern die Verbindungsdaten, die Authentifizierungseinstellungen und die Netzwerkverbindung.
Nachdem die Konfiguration gespeichert wurde, öffne die App Files und suche den neu erstellten Speicher-Mount. Durchsuche die Ordner und überprüfe, ob Du – entsprechend der konfigurierten Berechtigungen – Dateien anzeigen, hochladen, herunterladen oder erstellen kannst. Das Testen des Speicher-Mounts hilft dabei sicherzustellen, dass die Verbindung ordnungsgemäß funktioniert, bevor sie im regulären Betrieb verwendet wird.
Wenn Du diese Best Practices befolgst, kannst Du die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistung Deiner externen Speicher-Mounts verbessern. Berücksichtige nach der ersten Einrichtung die folgenden Empfehlungen:
Die Einrichtung von externem Speicher ist nur eine Möglichkeit, Deine Nextcloud-Umgebung zu erweitern. Wenn Du Zusammenarbeit und Produktivität verbessern möchtest, helfen Dir die folgenden Anleitungen dabei, einige der wichtigsten Funktionen von Nextcloud kennenzulernen:
Mit externem Speicher in Nextcloud kannst Du bestehende Speichersysteme in einer einzigen Plattform integrieren, während Deine Daten an ihrem ursprünglichen Speicherort verbleiben. Wenn Du die erforderlichen Verbindungsdaten vorbereitest, das passende Speicher-Backend konfigurierst und die Zugriffsberechtigungen überprüfst, kannst Du zuverlässige Speicher-Mounts erstellen, die optimal zu den Arbeitsabläufen Deiner Organisation passen.
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